Der britische Haushalt bestätigt neue Meldepflichten für Kryptowährungen, die am 1. Januar in Kraft treten.

Die britische Regierung hat bestätigt, dass neue Meldepflichten für Kryptowährungshändler am 1. in Kraft treten werden.st Im Januar wurde im Rahmen des Haushaltsplans 2025 eine entsprechende Änderung angekündigt. Es wird erwartet, dass diese Änderungen bis April 2030 zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von 417 Millionen US-Dollar generieren werden, da in Großbritannien registrierte Kryptobörsen verpflichtet sein werden, personenbezogene Daten ihrer Kunden zu erfassen.
Die neuen Regeln fallen unter den Cryptoasset Reporting Framework (CAFR), einen internationalen Standard, der gemeinsam mit der OECD entwickelt wurde. Gemäß diesem Rahmenwerk müssen Krypto-Dienstleister der britischen Steuerbehörde (HM Revenue & Customs, HMRC) detaillierte Informationen über ihre Nutzer übermitteln, darunter Transaktionshistorien und Steueridentifikationsnummern.
Laut Haushaltsplan müssen die Daten für die ersten Berichte ab dem 1. Januar erhoben werden.st Die Frist beginnt im Januar 2026, wobei die Börsen diese Informationen im Jahr 2027 an die britische Steuerbehörde HMRC übermitteln. Händler, die die erforderlichen Angaben nicht machen, müssen mit Geldstrafen von bis zu 300 £ (397 $) rechnen, während Börsen ebenfalls mit einer Geldstrafe von 300 £ pro Kunde belegt werden können, den sie nicht melden.
Die britische Steuerbehörde HMRC plant, die gesammelten Informationen zur Überprüfung von Steuererklärungen und zur Identifizierung von Personen zu nutzen, die ihre Kryptogewinne nicht ordnungsgemäß deklariert haben. Die Behörde schätzt, dass eine verbesserte Einhaltung der Meldepflichten in den nächsten fünf Jahren bis zu 315 Millionen Pfund (417,3 Millionen US-Dollar) einbringen wird.
Offizielle Stellen betonen, dass diese Regeln keine neue Steuer auf Krypto-Investitionen einführen; vielmehr stellen sie sicher, dass die bestehenden Kapitalertragsteuerbestimmungen ordnungsgemäß eingehalten werden. Die Aufsichtsbehörden raten Anlegern dringend, sich mit den Informationen vertraut zu machen, die sie ihren Krypto-Anbietern bereitstellen müssen.
Compliance-Herausforderungen für Börsen
Steuerexperten zufolge könnten die neuen Meldepflichten für Kryptobörsen schwer umzusetzen sein. Die Erfassung sensibler Daten wie Steueridentifikationsnummern könnte sich als kompliziert erweisen, insbesondere da viele Kryptonutzer zögern, diese Informationen preiszugeben.
Kryptoplattformen benötigen robuste Systeme zur Erfassung und Speicherung von Kundendaten. Versäumnisse bei der Sorgfaltspflicht – wie unvollständige Berichterstattung, fehlende Zertifizierungen oder mangelhafte Buchführung – können erhebliche Strafen nach sich ziehen. Daher wird die Einhaltung der Vorschriften voraussichtlich kostspielig für Börsen sein, und Experten warnen davor, dass diese Kosten wahrscheinlich an die Nutzer weitergegeben werden.
Einige Analysten prognostizieren zudem, dass strengere Meldevorschriften manche Händler in Richtung nicht konformer oder Offshore-Plattformen treiben werden. Ein ähnliches Verhalten war im Banken- und Brokersektor bei der Einführung neuer Transparenzauflagen zu beobachten. Viele gehen jedoch davon aus, dass im Laufe der Zeit weitere Länder ähnliche Rahmenbedingungen übernehmen und so letztendlich ein globaler Standard entstehen wird, vergleichbar mit dem Common Reporting Standard (CRS) oder dem US-amerikanischen FATCA-Regime.
Steuerleitfaden für Kreditvergabe und Staking
Die Haushaltsvorlage erscheint zeitgleich mit der Veröffentlichung einer Zusammenfassung der Konsultation der britischen Steuerbehörde HMRC zur Besteuerung von Aktivitäten im Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi), insbesondere von Kreditvergabe und Staking. Die Regierung scheint einen Ansatz zu bevorzugen, bei dem Steuern erst dann anfallen, wenn Gewinne tatsächlich realisiert werden – beispielsweise beim Verkauf von Krypto-Assets gegen Fiatwährung.
Dies würde die Besteuerung von DeFi-Investitionen an die etablierten Grundsätze der Kapitalertragsteuer angleichen. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus, und es gibt derzeit keinen festgelegten Zeitplan für eine verbindliche Regelung. Die britische Steuerbehörde HMRC wird weiterhin mit Branchenvertretern zusammenarbeiten, um ihren Ansatz zu verfeinern.